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Benchmarking in Bayern und das Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft

Schon mehrfach haben die Stadtwerke Memmingen an einem bayernweiten Benchmark-Projekt teilgenommen. Dabei werden unternehmensspezifische Kennzahlen ermittelt und mit anderen Wasserversorgern verglichen. Dem eigenen Unternehmen ermöglicht dies eine Einschätzung über die derzeitige Leistungsfähigkeit. Die Orientierung am Besten zeigt Potentiale und Optimierungsmöglichkeiten, die dann gezielt angegangen werden können. Als ein Beispiel sei die Kennzahl „Netzverlustrate“ erwähnt: Wie viel Prozent des geförderten Wassers versickern durch Leckagen im Rohrnetz ungenutzt in den Untergrund? Die Netzverlustrate sagt viel aus über Netzzustand, über nachhaltige Betriebsführung und über die etwaige Gefahr eines Investitionsstaus. Zudem bergen Leckagen das Risiko einer Leitungsverkeimung. Den Stadtwerken Memmingen ist es gelungen, die Verlustrate im Wasserversorgungsnetz in den letzten Jahren auf lediglich 6,0 % zu senken. Im bayernweiten Vergleich stehen wir damit sehr gut da. Auch das Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft dokumentiert die Leistungsfähigkeit nationaler Versorger im Vergleich zu unseren Nachbarländern, nicht nur bei den Netzverlusten, sondern auch in den Bereichen Trinkwasserqualität, Wasserpreisentwicklung, Verfügbarkeit und Kundenzufriedenheit. Und das, obwohl bzw. gerade weil die Versorgungslandschaft in Deutschlang überwiegend kommunal aufgestellt und nicht privatisiert ist.

Das Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2015 können Sie hier in der Komplettfassung downloaden (6MB).
Die Kurzfassung finden Sie hier. (3 MB).

Netzkarte

Woher stammt eigentlich unser Trinkwasser ?

Bei unserem Wassergewinnungsgebiet, dem sogenannten Memminger Trockental und seinem südlich anschließenden Endmoränengürtel, handelt es sich um eine im Mittel ca. 3 km breite und (bis Memmingen) ca. 20 km lange kiesgefüllte Rinne zwischen Dietmannsried im Süden und Memmingen im Norden. Die Rinne wird im Osten und Westen bis etwa Höhe Woringen von steilen, in das Tertiär eingeschnittenen Talflanken begrenzt. Nördlich von Woringen grenzt die Erosionskante zu den Hochterrassenschottern das Tal ab.

Das hier maßgebliche Einzugsgebiet des Trockentales wird durch die oberirdische Wasserscheide an den Talflanken des Memminger Trockentales begrenzt. Die Fläche beträgt ca. 100 km und ist im Wesentlichen von den topographischen Kartenblättern 1 : 25000 Memmingen (8027) und Grönenbach (8127) abgedeckt.

Die beiden Brunnen liegen im Übergangsbereich der jüngsten würmeiszeitlichen Schotterterrasse zu  den Ablagerungen des Kressenbaches.


Geschichte der Wasserversorgung in Memmingen

Geschichte der Wasserversorgung in Memmingen